Resilienz  – Das Geheimnis innerer Stärke

Es gibt Menschen, die lassen sich auch in schweren Zeiten nicht so leicht unterkriegen. Sie reagieren gelassen und flexibel, wo andere sich hilflos fühlen. Zum Glück ist diese Fähigkeit nicht angeboren, sondern erlernbar.

Wir alle müssen immer mal wieder schwere Zeiten durchstehen oder mit bedrohlichen Situationen fertig werden. Das galt schon zu Vor-Pandemie-Zeiten. Während sich WissenschaftlerInnen und Gesundheitsexperten bisher fast ausschließlich auf die negativen Folgen traumatischer Erlebnisse konzentriert haben, kehrt sich der Blick heute allmählich um. Denn immer mehr Studien belegen: Wir sind keine Marionetten des Schicksals. In uns ruht eine Kraft, mit deren Hilfe wir es schaffen können, trotz oder gerade wegen widriger Umstände zu wachsen.

Inzwischen weiß man, dass Resilienz nicht eine Eigenschaft ist, die manche haben und andere nicht, sondern, ein Prozess, in den wir alle eintreten können. Die amerikanische Psychologie-Professorin und Familientherapeutin Pauline Boss sagt: „Resilient sein heißt, gedeihen trotz widriger Lebensbedingungen beziehungsweise seine körperliche und seelische Gesundheit erhalten und Freude am Leben finden.“
Zum Glück können wir unsere innere Widerstandskraft, die Resilienz mit ein bisschen Aufmerksamkeit selbst entdecken und stärken – bevor die nächste Krise überhaupt eintritt. Denn Resilienz ist lernbar und es ist nie zu spät, uns darin zu üben und sie zu stärken. Was der Seele dabei wunderbar helfen kann, sind ein paar Strategien, die die Forschung zum Aufbau unserer Resilienz erarbeitet hat:

Sieben Schritte zu mehr innerer Widerstandskraft

  1. Soziale Kontakte aufbauen
    Neueste Forschungen zeigen, dass Resilienz sowohl ein individuums- als auch ein familienbezogenes Phänomen ist. Gute und stabile Beziehungen zu Familienmitgliedern, Freunden und anderen Menschen sind eine hilfreiche Unterstützung in Krisenzeiten und stärken das Selbstwertgefühl. Wenn die Krise in der leiblichen Familie ihren Ursprung hat, wird die „Wahlfamilie“ besonders wichtig. Hierzu zählen auch ehrenamtliches Engagement und die Teilnahme an religiösen oder spirituellen Gruppen.
  1. Beherrschbarkeit relativieren
    Beherrschbarkeit und Produktivität haben in unserer Kultur einen besonders hohen Stellenwert. Wir wollen jederzeit Herr der Lage bleiben. In der Krise ist das aber oft nicht mehr möglich. Jetzt ist es wichtig, zu erkennen, dass unsere Einstellung zur Beherrschbarkeit kulturell bedingt und kein unverrückbarer Wert an sich ist. Es hilft uns, wenn wir akzeptieren, dass die Welt nicht immer gerecht und anständig ist, dass auch guten Menschen Schlimmes passieren kann und dass unser Gefühl der Hilflosigkeit kein Versagen, sondern in der besonderen Situation ganz normal ist.

  2. Eine Langzeitperspektive einnehmen
    Sehen Sie die schmerzliche Gegenwart nicht isoliert, sondern stellen Sie sie in den Kontext Ihres gesamten Lebens. Rufen Sie sich dabei Fähigkeiten in Erinnerung, die Sie oder andere früher in belastenden Situationen bereits bewiesen haben. Hierin liegen wertvolle Hinweise für Ihre Resilienz. Denn wir lernen aus eigenen Erfahrungen, aber auch aus denen anderer Menschen, die vor uns Ähnliches durchlitten haben.

Den ganzen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe bewusster leben 2/2022

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