Alle Jahre wieder kommt im Herbst die Erkältungszeit. Sie kann unser Immunsystem ebenso belasten wie die Angst vor einer Grippe-Welle und den damit verbundenen Einschränkungen. Umso wichtiger ist es, bereits jetzt unsere Abwehrkräfte zu stärken.
Das gelingt vor allem, indem wir bewusster leben. Wir sollten jetzt besonders gut zu uns sein und unserem Immunsystem geben, was es braucht. Das sind neben Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen auch sekundäre Pflanzenstoffe. Diese sind besonders reichhaltig im schwarzen Holunder enthalten. Er galt bereits bei den Kelten als wahres Wundermittel. Die dunkle Farbe seiner Beeren verrät einen hohen Gehalt an Anthocyanen, einem wertvollen Flavonoid. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen, dass sie das Eindringen der Viren in Schleimhäute verhindern oder ihre Vermehrung in bereits infizierten Zellen hemmen können.
Bereits 2014 experimentierten Forscher mit Holunder in mit dem Corona-Virus IBV infizierten Zellen. Anschließend fanden sie Virenfragmente und kamen zu dem Schluss: Bei frühzeitiger Gabe kann Holunder eine Infektion verhindern oder zumindest abschwächen. Im Jahre 2016 zeigte eine Studie mit Langstrecken-Fluggästen, dass sie sich dank eines vorab verabreichten Holunderextrakts weniger häufig mit einem Virus infizierten oder eine Erkältungskrankheit deutlich kürzer und leichter verlief. 2019 bestätigte eine Metaanalyse diese positiven Wirkungen des Holunders.
Auch Vitamin C kann für einen milderen Verlauf sorgen. Am besten wirkt es, wenn wir es prophylaktisch einnehmen. Aus natürlichen Quellen wie Acerola stammendes Vitamin C wirkt dabei wesentlich länger antioxidativ als künstlich hergestellte Ascorbinsäure. Ähnlich verhält es sich mit dem für unser Immunsystem unentbehrlichen Spurenelement Zink: Unser Körper kann Zinkcitrat oder Zinkpicolinat besser aufnehmen und vertragen als andere Zinkverbindungen. Wie so oft im Leben kommt es also auf Qualität und Menge an. Wer darauf achtet, kann mit aufeinander abgestimmten Extrakten aus Holunder, Vitamin C oder Zink sein Immunsystem gleichzeitig stärken und entlasten – und so auf natürliche Weise viel für seine Gesundheit tun.
Anne Schlosser
Freie Medizinjournalistin aus Dresden
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